| Im schwarzen Kleid - ohne jedes glanzvolle Ambiente - mit der
Haarkrone anstelle der eigentlichen Krone - so wirkte Elisabeth in der Öffentlichkeit
wie eine Darstellerin ihrer selbst.
Dieses Portrait spiegelt den wahren Mythos ihrer majestätischen Schönheit
wieder - aber auch die seelische Befindlichkeit der Kaiserin nach dem tragischen
Tod ihres einzigen Sohnes Rudolf, welche im Ausdruck Ihrer Augen spürbar
wird.
Es ist wohl das einfühlsamste Bildnis Ihrer wahren Persönlichkeit,
das je ein Künstler instande war von ihr zu schaffen.
Das Gemälde wurde im Auftrag Kaiser Franz Josephs angefertigt und später
der Gräfin Maria Theresia von Harrach, geb. Prinzessin v. Thurn u. Taxis,
letzte Oberhofmeisterin Ihrer Majestät vermacht. Heute zählt es zu den
Attraktion der Weinschatzkammer Wien.

schreibt Erzherzogin Marie Valerie am 31. Dez. 1898 in Ihr Tagebuch. Der Künstler
selbst schreibt über sein 1899 fertigestelltes Sisi Portrait:
"Auf Anordnung seiner Majestät wurde mir zur Ausführung des
Ölgemäldes in der Hofburg ein Atelier eingerichtet, damit ich den Rat
des Kaisers leichter einholen konnte.
|